Wir leben unseren Glauben nicht allein. Ja, er soll auch bei uns nicht stehen bleiben. Wir werden geprägt und prägen wiederum andere Menschen. Es gab Menschen, die einen guten Einfluss in unser eigenes Leben genommen haben und wir sind gerufen ebenfalls einen solchen guten Einfluss im Leben anderer zu sein.
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An Karfreitag gedenken wir der Hingabe Jesu, der am Kreuz blieb, nicht weil er machtlos war, sondern weil er in tiefem Gehorsam und Liebe die Menschheit retten wollte. Entgegen der Logik der Welt, die Stärke und Kontrolle fordert, zeigt sich Gott gerade in der Schwäche und im Mitleid mit den Menschen. Wie Dietrich Bonhoeffer treffend schrieb, kann uns nur ein leidender Gott wirklich helfen, da er unsere tiefsten Abgründe, Einsamkeit und das Versagen selbst durchlebt hat. Das Kreuz ist somit keine Niederlage, sondern der triumphale Ort der Versöhnung, an dem Gott uns mitten im Zerbruch begegnet und uns durch sein Opfer neue Freiheit und Hoffnung schenkt.